Die Schülerinnen und Schüler in Berlin haben derzeit sechs Wochen frei. Das kann natürlich nur eins bedeuten: Es ist Sommer. Mit der warmen Jahreszeit werden auch die Anwohnerinnen und Anwohner der Jahnstraße ins Hermsdorf mit langen Tagen und kurzen Nächten verwöhnt. Dennoch geht auch im August die Sonne einmal unter und dann offenbart sich ein Problem: die örtlichen Gaslaternen verweigern den Dienst, spenden also kein Licht. Die SPD-Fraktion wurde berichtet, dass dieser Zustand bereits Monate anhält. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bringen daher einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung ein, dass das Bezirksamt sich bei den zuständigen stellen dafür einsetzen soll, die Laternen schnell wieder in Betrieb zu nehmen (Drs.2665/XX).
„Wenn das Bezirksamt sich bei den zuständigen Stellen für eine schnelle Lösung stark macht, wird dieser missliche Umstand für die Bewohnerinnen und Bewohner der Jahnstraße sowie den für die Besucherinnen und Besucher der dort ansässigen Kirche hoffentlich zeitnah behoben. Das Probleme würde sonst nur umso größer werden, wie die Tage nun bald wieder merklich kürzer werden. Angeblich fehlende Ersatzteile können kein guter Grund sein, die Leute im Dunklen zu lassen“, kommentiert Marco Käber, SPD-Fraktionsvorsitzender, den Antrag.
Reinickendorf ist beim motorisierten Verkehrsanteil in Berlin ganz oben. Leider nicht beim ÖPNV. Ein Bus ersetzt 100 PKW-Fahrten –dies hat sich bis zum Bezirksamt noch nicht herumgesprochen. Weder wird einer der stärksten Umsteigepunkte, nämlich die Haltestellen am U-Bahnhof Alt-Tegel, nach heutigen modernen Gesichtspunkten barrierefrei und fahrgastfreundlich umgebaut, noch werden mit der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr bereits in 2018 abgestimmte Busspuren in Reinickendorf zeitnah angeordnet. (mehr …)
Die Sanierung des Paracelsus-Bads wird sich wohl bis ins Jahr 2023 ziehen. Die SPD-Fraktion Reinickendorf fordert, dass daraus keine Nachteile für den Schwimmunterricht von Schülerinnen und Schülern im Bezirk entstehen dürfen.
Seit Juni 2019 ist das Paracelsus-Bad in der Roedernallee geschlossen. Die ursprünglich für den Herbst 2021 geplante Wiedereröffnung des Schwimmbads verzögert sich nach neuen Erkenntnissen vermutlich bis ins Frühjahr 2023. (mehr …)
Bis 2026 sollen von landeseigenen Unternehmen etwas mehr als 60.000 Wohnungen in Berlin entstehen, davon lediglich 2000 für die Bezirke Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf. (mehr …)
Die SPD-Fraktion ist zufrieden: Der Startschuss für die Erstellung eines Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Reinickendorf gefallen ist. In den letzten Haushaltsberatungen hatte sich die SPD-Fraktion erfolgreich dafür stark gemacht, dass Mittel im Haushaltsplan für die Beauftragung eines externen Dienstleisters vorgesehen werden. (mehr …)
Die Sozialdemokraten im Bezirk trauern um Helmut Walz. Der Reinickendorfer starb am 26. Juni 2020 im Alter von 82 Jahren.
Helmut Walz stammte aus einem durch und durch sozialdemokratischen Elternhaus. Seine Mutter Edith Walz gehörte mit ihrem Bruder schon seit Ende der 20er Jahre zur Berliner Arbeiterbewegung und prägte später bis in die 90er Jahre die Arbeit in ihrem SPD-Ortsverein Wittenau. Sein Vater Reinhold Walz war seit 1946 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung und später 1967 bis 1971 Reinickendorfer Gesundheitsstadtrat.
Helmut Walz war gelernter Maschinenschlosser, später studierte er an der Beuth-Hochschule und arbeitete als Techniker bei der Bewag. Er trat 1958 in die SPD ein und gehörte ihr bis zuletzt an, mithin über 60 Jahre. Von 1967 bis 1971 war er Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung. Er setzte sich stets leidenschaftlich für Arbeitnehmerrechte ein. Daraus folgten auch seine Funktionen bei der Gewerkschaft ÖTV, unter anderem als Vorsitzender der Vertrauensleuteleitung und als Mitglied des Bezirksvorstandes. Sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit zeigte sich auch in seinen Ämtern als Jugendschöffe am Landgericht und als Ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Berlin.
Zu einem Lebensthema wurde für den Reinickendorfer Helmut Walz der Einsatz für ein würdiges Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und sein unermüdlicher Einsatz für Völkerverständigung und Aussöhnung. 1990 trat er dem Verein „Arbeitskreis politische Bildung e. V.“ bei, wurde Mitte der 90er Jahren deren Vorsitzender. In enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Gymnasium Bertha von Suttner organisierte Helmut Walz Gedenkfahrten in die tschechische Gemeinde Lidice. In dem Ort, 20 km westlich von Prag, hatten SS und deutsche Polizei im Juni 1942 ein Massaker an der Zivilbevölkerung verübt. Über 500 Schüler konnten durch Helmut Walz‘ Initiative über die Jahre an dieser besonderen Form einer lebendigen Erinnerungskultur teilhaben.
Noch heute erinnert am Gedenkstein hinter dem Reinickendorfer Rathaus, als Teil einer gewachsenen Verbundenheit und eines ehrenvollen Gedenkens, ein Blumenbeet an die Opfer von Lidice, was von Helmut Walz und seinem Verein jahrelang liebevoll gepflegt wurde, ehe diese Aufgabe das bezirkliche Grünflächenamt übernahm.
Helmut Walz erhielt für sein Engagement zahlreiche Auszeichnungen, darunter das „Goldene Herz für Europa“ vom Freundeskreis deutsch-tschechische Verständigung. 2016 wurde ihm am 9. November im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen.
„Wir verlieren einen unermüdlichen Brückenbauer, einen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, einen Sozialdemokraten durch und durch und einen gradlinigen und herzlichen Menschen und ideenreichen Mitstreiter. Wir werden unser Gedenken an ihn hochhalten. Denn Gedenken, das war eigentlich sein Wort“, erklärt Marco Käber, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf.